Mmh, ich bin natuerlich schon laenger wieder zurueck. Aber es ist das alte Thema, die ZEIT!!! Im Moment habe ich zuwenig davon. Nun, ein kurzer Reisebericht ueber unseren Kurztrip zum Bosporus. Der eigentliche Grund, weshalb Dani und ich nach Istanbul geflogen sind, ist der, dass wir keine Brille mehr tragen wollten! Aber von vorne... Unsere Eltern waren im letzten Jahr schon in Istanbul und haben sich dort die Augen lasern lassen. Da das alles ohne Probleme geklappt hat und die beiden auch nach einem Jahr noch sehen ;-), wollten wir das auch machen lassen. Also habe ich mich mit der Agentur, die diese OPs mit allem drum und dran organisiert in Verbindung gesetzt und unseren OP Wunschtermin 14.05.2009 "klar gemacht". Die haben uns auch die Fluege und das Hotel gebucht. Zur Verstaerkung und zum Aufpassen ist unser Papa noch mitgeflogen. Die Sorge mit Tuerkisch Airlines zu fliegen war ueberfluessig. Bis auf Verspaetung beim Hin- und Rueckflug und Sprachbarrieren beim Boden- und Flugpersonal, waren wir zufrieden. Unser Fahrer, der uns in Istanbul am Flughafen abgeholt hat, hat mit uns direkt eine kleine Sightseeing Tour gemacht. Der Verkehr und die Fahrweise in Istanbul ist da nichts fuer schwache Nerven. Wobei man sagen muss, das unser Fahrer noch sehr "human" fuer dortige Verhaeltnisse gefahren ist. Die Hupe ist dort eins der wichtigsten Gegenstaende im Auto neben den Bremsen

Unser Hotel Mim war direkt neben der Klinik, was aeusserst praktisch war, weil wir so keine langen Anfahrtswege zur Klinik hatten. Donnerstag morgen um 9 Uhr haben die Voruntersuchungen angefangen. Um 11 Uhr stand fest, dass Dani und ich beide gelasert werden koennen. Und dann ging alles sehr schnell. Wir haben die OP (in bar und Euro) bezahlt, haben unsere Beruhigungstablette bekommen (ich war trotzdem noch total nervoes), die Augen wurden desinfiziert und betaeubt. Dani war so lieb und hat mir den Vortritt gelassen. Das Ganze hat keine 10 Minuten gedauert, es hat nicht weh getan und trotzdem habe ich es als unangenehm empfunden. Nachdem Dani dann auch fertig war, sind wir ins Hotel und haben mehrere Stunden ausgeruht. Alle paar Stunden mussten die Augen getropft werden. Nach 5 Stunden war der Hunger allerdings groesser, als der Wunsch die Augen geschlossen zu halten und wir sind Pizza essen gegangen. Denn wir hatten ueberall das Problem, das die Speisekarten nur auf tuerkisch waren. Bei Pizza war die Gefahr am geringsten etwas falsch zu machen.

Freitag morgen mussten wir nochmal in die Klinik, um die Augen kontrollieren zu lassen und um nochmal einen Sehtest zu machen. Und ich hatte 100% Sehkraft! Das ist ein unbeschreibliches Gefuehl, wenn man nach sovielen Jahren wieder ordentlich sehen kann. So gut habe ich die letzten Jahre noch nicht mal mit Brille gesehen. Das Geld ist gut investiert gewesen. Den restlichen Freitag haben wir damit verbracht uns Istanbul anzuschauen. Ich war in der blauen Moschee und natuerlich auf dem grossen Basar! Mir hat Istanbul gut gefallen, ich war das erste Mal in der Tuerkei. Schade fand ich nur, das man sich nicht ueberall verstaendigen konnte. Samstag morgen hat uns unser Fahrer zurueck zum Flughafen gefahren. Und nach einer Ewigkeit am Check-In Schalter, hatten wir dann endlich unsere Boardkarten. Die Dame am Check-In konnte kein Englisch und kein Deutsch und mein Tuerkisch beschraenkt sich auf ein paar wenige Worte und somit hatten wir ein Kommunikationsproblem. Irgendwie hat es dann doch alles geklappt und wir sind (mit Verspaetung) gut in Koeln gelandet. In Koeln haben wir nochmal Ewigkeiten an der deutschen Passkontrolle gestanden, ehe ich endlich mein Baby und meinen Mann wiederhatte. Ich war allerdings froh, das Niklas nicht mit war, denn mit Kinderwagen waere es in Istanbul gar nicht gegangen. Freitags sind wir von der Altstadt zurueck mit dem Taxi gefahren. Da haette es schon Probleme mit dem Anschnallen gegeben, wobei sich dort keiner anschnallt. Aber bei dem Fahrstil, den der Taxifahrer drauf hatte, haette man sich eigentlich doppelt anschnallen muessen. Papa hat dem Fahrer den doppelten Preis gezahlt, weil er meinte, das waere die abenteuerliche Taxifahrt wert gewesen. Ich war nur froh, das ich heil aus dem Taxi raus gekommen bin. Das muss man erlebt haben, das kann man nicht beschreiben bzw erzaelen. Zusammenfassend haben wir in den paar Tagen eine ganze Menge spannender Dinge erlebt. Es war schoen die Zeit mit Dani zu verbringen und die OP hat sich nach heutigem Stand der Dinge mehr als gelohnt. Hoffentlich haben wir vom Ergebnis lange etwas. Auf jeden Fall jederzeit wieder!